Fall 5:

Auffallender Abfall von V’O2 zum Ende der Belastung

72 jähriger Patient mit unklarer Dyspnoe.

Anamnese:

Z. n. 3 maligem Pneumothorax mit apikaler partieller Pleurektomie links.

LuFu:  TLC =91 % Soll;  FEV1/IVC =101% Soll; RV/TLC =111% Soll

TLCO=41% Soll KCO=67% Soll

CT: Diskrete Lu-Fibrose. Zentral und apikal betontes Lungenemphysem.

Spiroergometrie: (Dauer 6:38 min)

Auffallender Abfall von V’O2 zum Ende der Belastung (Panel 3), nicht nur Abflachung der Kurve.

Interessant ist auch die Oszillation von V’E in Panel 1. Das Auftreten von Oszillationen korreliert mit der inadäquaten Erhöhung des Cardiac Index unter Belastung.

Es handelt sich zwar nicht um eine klassische  „Exertional Oscillatory Ventilation (EOV), aber doch um eindeutige Oszillationen. Eine solches Oszillationstal findet sich genau zum Ende der Belastung, sodass V’O2 abfällt.

 

BGA Ruhe: pH 7,42, PO2 60 mm Hg, PCO2  42 mm Hg.

BGA Belastung: pH 7,38, PO2 63 mm Hg, PCO2  39 mm Hg AaDO2= 60,3 mm Hg.

Die stark erhöhte AaDO2 ist nicht glaubhaft. Wahrscheinlich wurde sie mit dem endtidalen PCO2 berechnet

Beurteilung:

Gasaustauschstörung im Rahmen emphysematöser Veränderungen, dazu passt die verminderte TLCO.

Oszillatorische Atmung mit resultierender Oszillation auch von V’O2.

Fall eingereicht durch KH Rühle, Hagen.

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